Tag 4: Verstecktes finden — und plötzlich wird es Software
Tag 4 war ein Wendepunkt. Der Fehler, der zuvor wie ein Problem mit Karte oder Code aussah, lag an der PCIe-Verbindung. Nach der Konfigurationskorrektur ließ sich das System erstmals über einen längeren Lauf belastbar beobachten.
Der Detektiv-Tag
Das Entscheidende war weniger, dass der Fehler behoben wurde, sondern was falsch verdächtigt worden war. Karte und Anwendungscode wirkten zunächst wie die naheliegenden Ursachen. Tatsächlich lag die Ursache in der PCIe-Strecke beziehungsweise deren Konfiguration. Zwei Konfigurationszeilen änderten den Charakter des Systems.
Ein Dauerlauf statt „es startet“
Ein einmaliger erfolgreicher Start ist noch keine stabile Plattform. Deshalb wurde der Aufbau über einen zusammenhängenden Zeitraum laufen gelassen. Der damals veröffentlichte Test meldete 8.238 Detektionen in zehn Minuten ohne Dropout. Genau solche Tests wollen wir künftig mit vollständiger Hardware-, Kernel- und Softwarematrix dokumentieren.
ENGRAM 2.0
Im damaligen Stand kamen mehrere Funktionen zusammen: ein zweiter Blick für teilweise verdeckte Objekte, ein automatisch gesetzter Detection-Threshold, Nachlernen per Button während das System weiterarbeitet und ein automatisches Backup vor dem Löschen.
Auf dieser Website werden wir diese Punkte später als einzelne Demos auseinanderziehen. So lässt sich zeigen, welcher Teil auf Akida läuft, welcher Teil Host-Logik ist und welche Funktion zum darüberliegenden Anwendungssystem gehört.
Der nächste Schritt: mehrere Karten
Im Post wurde bereits angekündigt, dass drei weitere Akida-Karten unterwegs sind und ein Skalierungsplan existiert. Die heutige 4×-AKD1500-Seite behandelt das bewusst als eigenes Experiment: erst Enumeration, dann Modellzuweisung, dann Parallelität und erst danach Aussagen über Skalierung.
Stolperstein des Tages
Die wichtigste Lehre ist bis heute gültig: Wenn Hardware „einfriert“, ist die offensichtliche Ursache nicht automatisch die richtige. Deshalb erfassen wir künftig PCIe-Sichtbarkeit, Kernelmodul, Device Nodes und Runtime getrennt, bevor wir das Modell selbst verdächtigen.