Tag 2 + 3: Der Chip bekommt eine Brille
Mit Tag 2 und 3 bekommt das Experiment im wörtlichen Sinn Augen. Aus einem Beschleuniger, der grundsätzlich erreichbar ist, soll ein System werden, das visuelle Daten bekommt, verarbeitet und daraus eine verwertbare Entscheidung erzeugt.
Vision kommt dazu
Eine Kamera verändert den Charakter des Projekts. Ab jetzt besteht der Erfolg nicht nur daraus, dass der Chip erkannt wird. Sensor, Bildformat, Preprocessing, Modell, Mapping und Runtime müssen als zusammenhängende Kette funktionieren.
Die eigentliche Vision-Pipeline
Für unsere heutige Dokumentation zerlegen wir diesen Weg bewusst in einzelne überprüfbare Schritte: Kamera liefert Frames → Eingabe wird in das erwartete Format gebracht → Modell wird für das Ziel vorbereitet → Runtime mappt das Modell → Ausgabe wird geprüft → erst danach folgt Robotik-Logik.
Das ist keine Behauptung darüber, dass jeder dieser Schritte am damaligen Tag bereits final gelöst war. Es ist die Engineering-Struktur, die aus dieser Phase für das heutige Lab entstanden ist.
Warum man dabei „das Fürchten“ lernt
Computer Vision auf einem Edge-System ist ein guter Reality Check. Ein Fehler kann aus Kamera-Timing, Treiber, Datentyp, Modellkonvertierung, Mapping oder Hardwarezugriff stammen — und mehrere Ursachen können gleichzeitig plausibel aussehen. Genau deshalb wurde später die systematische Verifikation so wichtig.
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